Die Gemeinde Pusté Úľany liegt im Südwesten der Slowakei (48° 14´ nördlicher Breite und 17° 35´ östlicher Länge) im nördlichen Teil der Donau-Tiefebene. Bezüglich der Verwaltungsgliederung der Slowakei gehört sie in die Trnavaer Selbstverwaltungsregion mit Sitz in Trnava. Der Sitz des Landkreises ist in Galanta.
Das Gemeindekataster erstreckt sich auf 24 540 490m². Die Meereshöhe liegt zwischen 118,6 m ü.M. und 130 m ü.M. Die hiesigen Böden gehören hinsichtlich der Bodenqualität zu den besten und der überwiegende Teil des Gebietes wird landwirtschaftlich sehr intensiv genutzt. Der landwirtschaftliche Boden bildet 81,7% der Katasterfläche, wobei 19 711 851m² Ackerboden sind.
Das Gemeindegebiet gehört zu den Gebieten der Slowakei mit niedrigstem Waldflächenanteil.  Der Waldboden macht ca. 6,62%  (1 626 354m²) der Gemeindeflur aus. Südlich der Gemeinde befindet sich eine zusammenhängende in die Eichen-Vegetationsstufe gehörende Laubwaldfläche. Der Wald besitzt den Charakter eines Auenwaldes und ist durch eine reiche Tierwelt geprägt.
Einen weiteren charakteristischen Zug stellt der Reichtum an Gewässern und Fischen in den örtlichen Stromläufen dar. Die Wasserflächen werden von einem System von sechs Teichen und einem Netz von drei Bächen und drei Bewässerungskanälen gebildet.
Eine bedeutende Naturerscheinung der Gemeinde ist die Sumpfwiese Úľanská mokraď. Auf dem ursprünglich sumpfigen Gebiet, das sich auf der Au des Bachs Stoličný potok, des Trnovský-Kanals und des Bachs Nový potok erstreckt, ist eine reiche Flora zu bewundern. Die Erkundungsarbeiten auf diesem Gebiet wiesen nach, dass sich hier kritisch bedrohte Arten und durch Aussterben gefährdete Pflanzen befinden, sowie sehr bedrohte Arten, von denen mehrere heutzutage nur noch in einigen Lokalitäten verzeichnet werden.  Der gesamte wiesenmoorartige Landschaftscharakter wird auch durch ausgedehnte Niedermoore und das Vorkommen von Torf dokumentiert, der hier in der Vergangenheit ausgehoben wurde.
Die südliche Grenze der Gemeindeflur wird durch den Stromlauf Čierna voda mit alten Mäandern (tote Arme) abgesteckt, die sich durch Ufervegetation, Moose, Wiesen und Mäander mit Weiden-Pappel-Beständen auszeichnet. Auf der Gemeindeflur befindet sich der Bach Stoličný potok, der ähnliche Züge aufweist, wie Čierna voda und die Sumpfwiese Úľanská mokraď, von der er umgeben wird. Ca. 700 m südlich von der Ansiedlung Lúčny dvor befindet sich die Kleine Donau.
Ein bedeutendes Merkmal der örtlichen Natur ist die Vielfältigkeit und der Reichtum an Vögeln. Im Rahmen des Projektes Natura 2000 wurde das den Raum der Úľaner Teiche und Auen mit einschließende Territorium zum Vogelschutzgebiet von überregionaler gesamteuropäischer Bedeutung erklärt. Das Schutzgebiet Pusté Úľany–Zeleneč  mit einer Gesamtfläche von 21 240 ha ist einer der drei bedeutendsten Nisträume der Slowakei für die Vogelarten Circus aeruginosus und Circus pygargus. Regelmäßig nisten hier mehr als 1% der nationalen Population der Arten Ixobrychus minutus,  Galerida cristana, Coturnix coturnic, Falco vespertinus, Falco cherrug und Milvus migrans.
 Es ist nur selbstverständlich, das die Natur- und Klimabedingungen sehr günstig waren für die Besiedlung dieses Gebietes durch urzeitliche Gemeinschaften.  Die Anfänge der Geschichte von Pusté Úľany reichen daher tief in die älteste Vergangenheit und die Umgebung der Gemeinde ist seit langem als ein Raum bekannt, wo archäologische Lokalitäten aus der Vorzeit vorkommen, genauer aus der Epoche der jüngeren Steinzeit (Neolit), worüber wir von den archäologischen Denkmälern der materiellen Kultur Auskunft erhalten. Der erste älteste Beleg über die menschliche Besiedlung des Gemeindegebietes kommt aus der jüngeren und der späten Steinzeit (Neolit – Eneolit, 5.000 – 1.900 Jahre v. Chr.). Es geht um einen steinernen Axthammer aus der jüngeren Steinzeit, der im Zusammenhang mit der Erforschung der Grabhügel in der Position genannt „Tárnocké“ gefunden wurde. Ein anderer steinerner Axthammer und Scherben aus der Eneolitzeit wurden auch in der Position „Role pod Silvášom“ in einem Bewässerungsleitungsgraben entdeckt.
Einen weiteren Befund in der Gemeindeflur von Pusté Úľany aus der Eneolitzeit stellen Funde zur Schnurkeramik-Kultur gehörender geschliffener Steinindustrie dar.
Aus der Periode der mittleren Bronzezeit (ca. 1 500 Jahre v. Chr.) kommt der Fund einer bronzenen Lanze. Eine Siedlung aus der Bronzezeit befand sich wahrscheinlich auch in der Position Poroské, wo bei einer archäologischen Rettungsforschung im Jahre 2003 eine flache, schwach ausgeprägte Ausnehmung geringer Abmessungen entdeckt wurde mit Fragmenten von dickwändigen Gefäßen.
Der wohl bedeutendste Beleg für die Besiedlung der Gemeinde durch die Bevölkerung der Kalenderberger Kultur (7. – 5. Jh. v. Chr.) ist das Bestehen von zwei nordöstlich der Gemeinde Pusté Úľany nahe der Grenze ihrer Flur zu der Gemarkung der Gemeinde Veľký Grob liegenden Grabhügeln. Trotz einer beträchtlichen durch die landwirtschaftliche Tätigkeit verursachten Beschädigung beider Grabhügel und der daraus resultierenden Bruchhaftigkeit der Keramik gelang es, ein reiches fragmentarisches Material mit einem markanten Bestattungscharakter zu finden sowie zu Amphoren, amphoren- und kraterartigen Gefäßen, Tassen, Topfgefäßen und Schalen gehörende Fragmente. Eine ebenfalls repräsentative Vertretung von häufigen Keramiktypen der Hallstattzeit, bereichert um einen Teil einer Spindlersfelder Spange und um knöcherne Tierplastiken wurde auch in einem sich im Ortsbereich der Gemeinde befindenden Opferschacht entdeckt.
Trotz der Wichtigkeit der genannten Funde verdient von den Belegen der ältesten Besiedlung des Gemeindegebietes durch ihren kulturellen und künstlerischen Wert besondere Aufmerksamkeit die knöcherne sog. Votivplatte mit einer aus zwei Huftieren bestehenden Halbreliefverzierung, die die Bekanntschaft ihres Schöpfers mit den Ausdrucksmitteln und -grundsätzen der sog. Situlkunst dokumentiert, die sich in Südeuropa entwickelte.
Genauso interessant ist auch das beinahe komplett freigelegte frühmittelalterliche Objekt in der Ortschaft  Poroské, das ein selbständig stehender eingesenkter Kuppelofen mit einer Vorherdgrube bildete. Der erwähnte Fund belegt das Bestehen einer Siedlung aus der Zeit kurz vor der Entstehung Groß-Mährens bzw. aus der Zeit dessen Entstehung und ordnet Pusté Úľany Gemeinden zu, deren mittelalterliche Besiedlung weit tiefer reicht, als es die schriftlichen Quellen zeigen.
Die erste belegte Erwähnung, die das Gebiet der Gemeinde im Zusammenhang mit der Verwendung ihres ursprünglichen Namens betrifft, kommt aus dem Jahre 1221. Sie kommt in einer Urkunde des ungarischen Königs Andreas II. auf, durch die er seinem treuen Sazl als Belohnung drei Feldgüter des der Pressburger Burg gehörenden Territoriums Tewel widmete, und villam Fudemus, wie im Text aufgeführt, diente zur näheren Bezeichnung dieses Feldgutes. Und obwohl nicht ganz ersichtlich ist, ob das genannte Gebiet das heutige Gebiet von Pusté Úľany bezeichnet, ist in der Urkunde des Pressburger Domkapitels vom 31. Mai 1301, wo die Benennung Fudemus in der Gestalt Fydimis zur Bezeichnung von Tárnok verwendet ist, diese Bezeichnung zweifellos.
Die genannte villa Fudemus war ursprünglich Bestandteil eines breiteren Gebietskomplexes, der aus mehreren von königlichen Bedienten – königlichen Bienenzüchtern bewohnten Siedlungen bestand. Der Komplex befand sich ursprünglich auf dem Gebiete der heutigen Pusté Úľany und Veľké Úľany und eines großen Teils von Sládkovičovo bis zu dem heute nicht mehr existierenden Dudvágseg. Der Zusammenhang der historischen Bezeichnung mit der Bienenzucht und dem betreffenden Territorium wird durch den Namen des Komplexes (Apca, Apka; lat. apiarius – Bienenzüchter) dokumentiert.
Im 13. Jh. begann die ursprüngliche Siedlung zu zerfallen und dies insbesondere durch die Ankunft der altmagyarischen Bevölkerung mit deren Donationsteilung. Die auf die Bienenzucht hinweisende Gemeindebenennung dauerte jedoch fort. Bereits Anfang des 15 Jh. sind in den Urkunden die Benennung Némethfödémes sowie die Tatsache anzutreffen, dass einen bedeutenden Bevölkerungsteil die Deutschen bildeten. Die spätere Benennung Pusztafödémes erscheint im 15. Jh. als Óffödémes, „Staré Úľany“ (swk. starý = dt. alt).
Nach der radikalen Dezimierung der Bevölkerung und Verwüstung der Gemeinde durch das Heer Maximilian I. von Habsburg und einer Pestseuche begegnet man nach dem Jahre 1520 der Gemeindebezeichnung Pusztafödémes (swk. pustý = dt. wüst).
Einen gewaltigen Eingriff in das Leben von Pusté Úľany, wo sich Anfang des 16. Jh. ausschließlich Adelsbesitzungen befanden, brachte die Niederlage der Truppen des Königs Ludwig II. durch die Türken im August 1526 bei Moháč. Obwohl Pusté Úľany nicht unter die türkische Verwaltung kamen, die Steuerabgaben einforderte, war die Bevölkerung nicht nur deren häufigen Überfällen ausgesetzt, sondern auch der Plünderung durch die Söldnerheere. Die Wunden dieser Zeit werden auch durch das erneuerte Gemeindewappen dokumentiert.
Nach der Befreiung des Gebietes von den Türken, wurde die Gemeinde mehrmals infolge von antihabsburgischen Aufständen verwüstet.
Einen wichtigen geschichtsbildenden Zug der Gemeinde stellt die Tatsache dar, dass die Gemeinde bis zum Ende des 19. Jh. eine Adelsgemeinde war. Eine dominante Stellung bei der Gestaltung des Gemeindebildes hatten aus diesem Grunde die Adelsgeschlechter, von denen die wichtigsten die folgenden waren: Balogh, Dobša, Farkaš, Fodor, Hegyi, Horváth, Könczöl, Krisan und Takács. Ein Adelsgeschlecht, das die Geschichte und das Gesicht der Gemeinde im 18. und 19. Jh. in beträchtlicher Weise mitzeichnete, war das Geschlecht der Zichys. Mit der Wirkung des Adels sind auch die meisten der erhalten gebliebenen Denkmäler und Sehenswürdigkeiten der Gemeinde verbunden: das umgebaute ursprünglich barocke Kastell, die spätbarocke r.-k. Kirche von der Mitte des 18. Jh., die EAB-Kirche aus dem 18. Jh., die barocke Kapelle, die Kapelle des Hl. Joseph, die die Wege säumenden Statuen, die Dreifaltigkeitssäule und das System der Kanäle.
Erst verhältnismäßig spät, in der zweiten Hälfte des 19. Jh., hat sich eine die gesamte Bevölkerung repräsentierende Geimeindeselbstverwaltung herausgebildet. Nach dem Untergang der Bedeutung des Adels und nach mehreren markanten Zuwandererwellen kam es zu einer ökonomischen, sozialen und nationalen Homogenisierung der Gemeindebevölkerung, was sich insbesondere in der Zeit der 1. Tschechoslowakischen Republik bemerkbar machte. Die ethnische Einheit der Bevölkerung hatte zur Folge, dass die Gemeinde während des II. Weltkrieges zu einer Grenzgemeinde ohne Zugang zur eigenen Eisenbahn wurde und sogar einen Teil ihres Gebietes verlor.
Den heutigen Charakter der Gemeinde mit ihren Sozial-, Kultur- und Folgeeinrichtungen (Schule, Kindergarten, Bücherei, Gemeindehaus, Gesundheitszentrum...) und sportlichem Umfeld (Fußballstadion, polyfunktionelles Spielfeld, Tennisplätze, Fischfang, Radwandersport) ist in beträchtlichem Maß durch die Bevölkerungszunahme und die dynamische Gemeindeentwicklung in der Nachkriegszeit gezeichnet. Die Gemeinde hat gegenwärtig (1.1.2009) 1663 Einwohner.